Piepmatz und Co.

Die letzten Tage waren eisig kalt – jeden Tag herrschte großer Ansturm auf unsere Vogelfutterstellen.

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 Kaum zu glauben, 120 kg Sonnenblumenkerne, Fettfutter und selbstgemachtes Vogelfutter haben die Piepmätze und die Eichhörnchen  diesen Winter weggefuttert.

Jetzt, da es endlich wärmer werden soll, werden wir das Füttern einstellen, da die kleinen gefiederten Gesellen genug Nahrung in der uns umgebenden Natur finden werden.

Heute in der Sonne machte es vor allem den Meisen schon viel Freude ein ausgiebiges Bad zu nehmen.

Mit meinen schönsten Bildern von unseren Besuchern an den Futterstellen – den verschiedensten Vogelarten und Eichhörnchen –  möchte ich die kalte Winterzeit verabschieden.

Anfangen möchte ich mit dem Kernbeisser oder auch „König der Finken“ wie er genannt wird. Er kommt meist in einer kleinen Gruppe.

Sein dreieckiger Schnabel ist so gewaltig, dass er mit ihm Kirschkerne knacken kann. Die Männchen haben einen rotbraunen Kopf, bei den Weibchen ist er hellbraun.

Am häufigsten sind so wie überall die frechen Kohlmeisen zu beobachten gewesen,

gefolgt von den Blaumeisen mit ihrem blauen Käppchen.

Dauergäste sind die Bergfinken. Sie kommen in großen Scharen! 

Die Männchen haben eine auffälligen blauschwarzen Kopf. Die Brust ist auffällig orangefarbig. Bei den Weibchen ist die Brust hell orange und der Bauch ist weiß.

Die Amseln blockieren meist die Futterhäuschen. Bei uns kein Problem, da wir genügend Futterstellen haben.

Über das Futter, dass die Amseln bei ihrer Futteraufnahme aus dem Häuschen schmeißen, freuen sich die am Boden suchenden Vögel wie Rotkehlchen, Buchfinken, Erlenzeisige, Heckenbraunelle und viele Finkenarten.

Seit ein paar Wochen hat sich zu unserem einzelnen Rotkehlchen ein zweites dazugesellt.

Sie sind jeden Tag unaufhörlich am Futter holen.

Auch Buchfinken sind jeden Tag vertreten,

Meist am Boden ruckweise herumhuschend kommt die Heckenbraunelle vorbei. Sie ist unauffällig und andauernd in Bewegung.

Sie ähnelt etwas dem Spatz. Allerdings hat sie einen bläulich grauen Kopf und eine blaugraue Kehle. Im Gegensatz zum Spatz auch einen sehr dünnen schwarzen Schnabel. Männchen und Weibchen sind nicht zu unterscheiden.

Wie ein Torpedo kommt der Kleiber angeflogen. Einzigartig ist seine Angewohnheit kopfüber, stammabwärts die Baumrinde herunterzulaufen.

Seltener zu sehen sind die kleinen Erlenzeisige

Das Männchen  hat einen grünen Rücken, der Kopf und das Kinn sind schwarz. Die Brust ist gelbgrün, der Bau ganz hell und auf den Flügeln und auf dem Schwanz hat er ein gelbes Band. Das Weibchen hat einen hellgrauen Kopf und auf der Bauchseite sind schwarze Striche. Die Farben sind nicht so intensiv.

Man hört den Lockruf schon bevor man sie sieht, die Gimpel oder Dompfaffe.

Ein geselliger Wintervogel. Die leuchtendrote Brust des Männchens sieht man schon von weitem. Die Weibchen sind unauffälliger. Sie haben eine grau-braune Brust. In einem großen Schwarm kommen sie früh am Morgen angeflogen und futtern den ganzen Tag.

Unser Buntspecht-Pärchen holt sich jeden Tag mehrere Erdnüsse.

Ein schwarz-weiß-rotes Federkleid haben beide. Nur das Männchen hat im Gegensatz zum Weibchen einen roten Nackenfleck.

Wie ein schwarz-weißer Federball sehen die Schwanzmeisen aus.

Ihr Kennzeichen ist der überdimensionale dunkle Schwanz mit dünnen weißen Streifen. Sie haben ein schwarz-braunweißes Gefieder, teils mit rosafarbenen Partien und einen sehr kurzen Schnabel. Teile vom Kopf und des Hales sind schmutzig weiß. Schwanzmeisen aus dem nordeuropäischen Gebieten haben einen weißen Kopf und gesellen sich oft im Winter zu den bei uns brütenden Schwanzmeisen.

Sehr hübsch sind die quirligen Birkenzeisige.

Sie kommen erst seit es so eisig ist. Männchen und Weibchen haben die rote Stirn, das bräunliche Gefieder, und einen dunklen Kehlfleck. Nur die Männchen haben eine rosa Brust.

Beobachtet wird das Treiben an den Futterstellen jeden Tag von mehreren Eichelhähern, die immer versuchen, den anderen Vögeln das Futter abzujagen.

Meist haben sie es auf die Erdnüsse, die sich die Buntspechte holten, abgesehen.

Und jetzt noch die Eichhörnchen.

Wir sehen sie schon in den Baumwipfeln herumspringen, sich gegenseitig verfolgen und dann ab und zu an den Futterstellen die Sonnenblumenkerne und Erdnüsse zu verspeisen.

Einen noch ganz besonderen Vogel hatte ich am Futterhaus gesehen, aber leider keine Kamera zur Hand – ein Wintergoldhähnchen. Schade, der kleinste Singvogel Europas wollte sich nicht fotografieren lassen.

Auch die Zaunkönige sehe ich immer nur in der Hecke und im Unterholz herumwuseln, den Baumläufer, der immer nur ruckartig den Stamm der großen Eiche  hinaufläuft, hab ich die Tage geschafft zu fotografieren.

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Ist euch aufgefallen, welcher Vogel sich bei uns überhaupt nicht hat blicken lassen ? Der Spatz. Dem gefällt es anscheinend in dicht bebautem Gebiet besser. Nur ganz selten hatte sich mal einer blicken lassen. 

Während der Wintermonate hatten wir viel Freude daran, Piepmatz und Co. vom Haus aus zu beobachten. Jetzt freue ich mich auf wärmere Tage und auf die kommende Zeit, die wir wieder öfters draußen im Garten verbringen können.

Bis bald

Marina

verlinkt mit dem Gartenglück von Loretta und Wolfgang

Gartenglück250

35 Gedanken zu „Piepmatz und Co.

  1. Liebe Marina,
    ich bin wieder mal begeistert von deinen tierischen Besuchern…wunderschöne Bilder sind dir gelungen. Das Goldhähnchen konnten wir nur einmal in unserem Garten fotografieren…die letzten Jahre hat es sich leider nicht mehr blicken lassen. Stare gibt es hier äußerst selten…die Kraniche sind wieder zurück. :-))
    Eine schöne Woche für dich, Marita

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  2. Hallo Marina,
    ich hab es schon mal gesagt, aber Dein „Zoo“ ist wirklich großartig! Es gibt nicht viele Gärten die so viele unterschiedliche Vogelarten beobachten können. Das ist wirklich was Besonderes!
    Liebe Grüße
    Krümel

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  3. Liebe Marina,
    120 kg Vogelfutter ist schon sehr viel, dafür seid ihr aber auch mit einer großen Vielfalt an Vögeln belohnt worden. So viele verschiedene Arten hatten wir nicht im Garten, aber dafür kam bei uns auch der Spatz zu Besuch.
    Die Badewanne der Vögel ist wunderschön, kein wunder, dass sie da gerne ein Bad nehmen.
    Uns macht es auch immer sehr viel Spaß, die Piepmätze zu beobachten und wir füttern auch im Sommer.
    Eichhörnchen waren bei uns auch zu Gast an der Futterstelle.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  4. Oh, was für tolle Bilder!!! Die badende Blaumeise hast Du wirklich schön erwischt… aber natürlich nicht nur die! Unglaublich, wie viel Futter Du verfüttert hast. Hier war ja totale Flaute am Futterhaus. Interessant, dass in den letzten Tagen wieder einige Amseln aufgetaucht sind. Ich frage mich, wo die die ganze Zeit waren!
    Viele Grüße von
    Margit

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    • Ja die Vögel sind ganz schön hungrig gewesen. Aber es macht auch Freude. Dass so viele Vögel kommen liegt aber daran, dass sie sich fast alle auch im Sommer hier aufhalten. Es sind halt ideale Bedingungen für die piepmätze.
      Liebe Grüße
      Marina

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  5. …wow, ich bin begeistert, liebe Marina,
    sowohl von der Vielfalt an euren Futterstellen als auch von deinen schönen Fotos…viele von den Vögeln lassen sich in unserem Garten auch mal sehen, aber selten und kaum zu fotografieren…und übrigens, die Spatzen sind bei uns…bis zu 30 Spatzen sammeln sich in den Hecken rund um die Futterstellen und machen ein herrliches Konzert, wenn sie darauf warten, dass sie an der Reihe sind, sich Futter zu holen…

    liebe Grüße Birgitt

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  6. Sehr schöne Zusammenstellung deiner Wintergäste! Wohnt ihr am Waldrand? In einem kleinen Dorf? Anscheinend, so entnehme ich deinem Text, jedenfalls nicht in einer (größeren, städtischen?) Siedlung.
    Unser Vogelhäuschen wird auch rege besucht, v.a. an frostigen und schneereichen Tagen. Aber die Zusammensetzung ist doch eine andere, und zum Beispiel der Kernbeißer ist bei uns nur Einzelgast, keiner der in Gruppen auftaucht.

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      • Hallo Marina!
        Irgendwie entdecke ich erst jetzt deine ganzen Antworten – entschuldige! …ah! Vielleicht liegt es daran, dass bei mir keine „gefällt mir“-Mitteilung zu meinem Kommentar eintraf. Die verfolge ich nämlich dann immer noch mal zurück und schau nach, ob es auch eine Antwort zu meinem Kommentar gibt.
        100 m habt ihr zum Wald? Wir auch! Erstaunlich, wie unterschiedlich die Zusammensetzung deiner Futterhausgäste im Vergleich zu meinen ist!
        Weinberg in Anführungszeichen heißt, der ist nicht mehr aktiv?
        Viele Grüße!
        Sabine

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  7. Ich kann es fast nicht glauben, liebe Marina, so eine Vielfalt an verschiedenen Vogelarten, da frage ich mich ernsthaft, was ich falsch mache. Die Fotos sind so toll. Das Bade-Foto ist herrlich!
    Einen schönen Tag wünscht Edith

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    • Du machst bestimmt nichts falsch!
      Ich denke es ist die Lage unseres Gartens.
      Ein sonniger Südhang. Viele riesige Bäume rundherum und auf dem „Weinberg“. Ein großes Gebiet, viele unberührte Hecken und Grundstücke. Da fühlen sich viele Tiere wohl.
      Liebe Grüße
      Marina

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  8. Hallo Martina,
    wunderbare Bilder deiner gefiederten Besucher hast du gemacht. Und 120kg Futter haben sie verspeist, das ist echt beachtlich! Bei uns in der Stadt kommen dann eher die Spatzen und Amseln, Meisen lassen sich ab und zu sehen, im Garten kommen auch verschiedene Spechte an die Futterstelle, sogar einen Kleinspecht hab ich da schon gesehen. Aber so tolle Bilder wie du hab ich nicht vorzuweisen. Mit der Kälte ist es jetzt hoffentlich vorbei, die macht nicht nur den Piepern zu schaffen, dieser anhaltende Kahlfrost lässt auch die Pflanzen ganz elend aussehen.
    Auf einen baldigen Frühling!
    Herzliche Grüße Theresa

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  9. Schön, dass du so viel fütterst, uns fressen sie auch arm. Kannst du mir aufhängbare Vogelhäuser empfehlen? Wir möchten im nächsten Jahr aufrüsten, und große Vögel sollen die kleinen in Ruhe fressen lassen. Die Amseln bekommen ihr Futter auf dem Boden, die ganz großen haben sich nicht blicken lassen. Weißt du, wir haben schon lange keine Spatzen mehr her, Elstern und Raben haben sie völlig verdrängt, was mich sehr sauer macht. Aber die Meisen sind wie wild. Erst gestern haben wir wieder Futter gekauft.

    Sigrun

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    • Ich hab keine aufhängbaren Vogelhäuser.
      Ich bin total begeistert von unserem mehrstöckigen Vogelhaus, das mein Mann gebaut hat! Ich finde es genial bei uns. Aber ihr habt ja Katzen und es wäre leicht für die Fellnasen an dem Futterhaus hochzuklettern.
      Elstern hab ich den ganzen Winter keine gesehen. Dafür hatten wir mehrere Eichelhäher und die beobachten die anderen Vögel und jagen Ihnen das Futter ab.
      Liebe Grüße
      Marina

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  10. Hallo Marina,
    ihr habt die Vögel wirklich sehr gut versorgt. Kein Wunder, dass so viele Arten bei euch zu bewundern sind. Wirklich schöne Bilder! Wir stellen die Vogelfütterung jetzt aber auch ein.
    Herzliche Grüße aus Neubrunn
    Susanne und Hans

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  11. Wieder ganz tolle Fotos aus deinem Vogelparadies. Aber auch die Eichhörnchen-Fotos sind so süß. Ich wusste noch gar nicht, dass es auch Birkenzeisige gibt und hab auch noch nie welche gesehen. Diese Woche hatten wir viel Besuch von Stiglitzen….bis zu 10.Stück auf einmal. Sie picken mit den Buchfinken um die Wette, was herunterfällt.
    LG Sigrun

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    • Toll!😊 so viele auf einmal!
      Stieglitze haben sich bei uns nicht so oft sehen lassen. Birkenzeisige hatte ich auch noch nicht vorher gesehen. Hier am Weinberg gibt es einfach viel verschiedene Vogelarten.
      LG Marina

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  12. oooooooooh..
    ich bekomm den Mund gar nicht mehr zu
    wie beneide ich dich um diese Vielfalt
    so wunderschöne Bilder hast du gemacht
    herrlich
    und das Eichhörnchen soo süß
    wie es sich in Pose setzt 😉
    auch die badende Meise
    aber da habt ihr auch viel in Futter investiert

    obwohl ich nicht weiß ob sie jetzt schon genug anderes Futter finden
    die Wiesen sind gemäht ..die Stauden in den Gärten meist schon zurück geschnitten

    Insekten für die Aufzucht der Brut müssen auch erst neu schlüpfen

    bei uns am Rhein stehen kleine Bäume mit winzigen Äpfeln
    bis in den Februar hingen sie voll
    jetzt streiten sich Amseln und Krähen um die letzten 😉

    liebe Grüße
    Rosi

    Gefällt 1 Person

  13. Liebe Marina,
    deine Vogelbilder sind einfach wunderschön! Bei uns heroben gibt es leider nicht so viele verschiedene Vogelarten. Das Klima ist einfach zu rauh. Eine Schwanzmeise habe ich noch nie gesehen. Ein wunderschöner Vogel ist das. Vielen, vielen Dank für diese herrlichen Naturaufnahmen.
    Liebe Grüße,
    Christine

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Christine,
      Ja, da haben wir Glück😊 haben unsere vogelfutterstellen am Wochenende abgebaut und die Piepmätze suchen vergeblich. Jetzt soll es ja wieder so sehr kalt werden, da muss ich nochmal Nachschub besorgen.
      Liebe Grüße
      Marina

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  14. Hallo Marina,
    deine Vogelbilder begeistern mich total.
    Ich staune, wie viele verschiedene Vogelarten sich bei dir eingefunden haben. Bei mir tummeln sich nur Spatzen, Meisen und Amseln.
    Besonders schön finde ich deine Bilder mit der badenden Meise.
    Liebe Grüße,
    Anette

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